Mit Optimismus länger leben


Schützt Herz und Zellen
Optimismus Langlebigkeit
mauritius images / Wavebreakmedia

Für ein gesundes langes Leben sind nicht nur gute Gene verantwortlich. Man kann auch einiges selbst dafür tun - zum Beispiel sich weniger ärgern.

Optimistische Menschen werden älter

Untersuchungen zeigen immer wieder: Menschen, die sich weniger stressen und optimistisch sind, leben länger als andere. So ergab die Auswertung biographischer Angaben von Novizinnen aus dem Jahr 1930, dass eine überwiegend positive Lebenseinstellung im jungen Erwachsenenalter mit einer um etwa 10 Jahre längeren Lebensdauer in Zusammenhang stand. Ähnliches kam bei einer britischen Studie von 2022 heraus: Von den über 160000 Frauen hatten Optimistinnen eine deutlich höhere Chance, 90 Jahre alt zu werden, im Vergleich zu den eher pessimistischen Studienteilnehmerinnen.

Stress ist Gift fürs Herz

Dazu passen die Ergebnisse anderer Studien, in den Stress und Ärger sich negativ auf das Herz auswirkten. Ihnen zufolge führen Wut und Ärger dazu, dass Stresshormone wie Adrenalin oder Cortisol ausgeschüttet werden. Diese Hormone versetzen nicht nur das Gehirn, sondern auch das Herz und die Gefäße in Aufregung. Akut steigen dabei der Blutdruck und die Herzfrequenz an. Passiert dies bei chronischem Stress immer wieder, erhöht sich das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt deutlich. Doch Stress wirkt sich nicht nur auf die Organe negativ aus. Seit einiger Zeit ist auch bekannt, dass er die Alterung der Zellen vorantreibt, was das Leben ebenfalls verkürzen kann.

Optimistische Menschen können offenbar besser mit Ärger und Wut umgehen, was sie vor Stress-bedingten schädlichen Vorgängen im Körper schützt. Womöglich leben optimistische Menschen aber auch gesünder und bewahren ihren Organismus auf diese Weise besser vor negativen Einflüssen.

Durchatmen und meditieren

Wie dem auch sei, positive Gedanken sind offenbar gut für die Gesundheit. Wer jedoch nicht von Geburt an mit einer optimistischen Einstellung gesegnet ist, kann trotzdem etwas für sich tun: und zwar bei Wut und Ärger tief durchatmen und Entspannungstechniken einsetzen. Auf diese Weise sinkt der Stresshormonspiegel im Körper, und Herz und Gefäße werden akut entlastet.

Langfristig soll außerdem Meditieren helfen: Studien haben herausgefunden, dass regelmäßiges Meditieren die Langlebigkeit auf zellulärer Ebene fördern kann.

Quelle: Medscape

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