Schlafmangel ermüdet Gehirnzellen


Müdigkeit: ein Sicherheitsrisiko?
Schlafmangel ermüdet Gehirnzellen

Schlafmangel wirkt sich negativ auf das Funktionsniveau der Gehirnzellen aus. Das zeigt eine neue Studie. Demnach leiten Gehirnzellen unter Müdigkeit Informationen langsamer und nur in abgeschwächter Form weiter.

Depression, Fettleibigkeit, Schlaganfall: nur drei der Gesundheitsrisiken, die in Zusammenhang mit Schlafmangel stehen. Eine verschlechterte Informationsverarbeitung gehört ebenfalls dazu, wie Forscher der Universität von Kalifornien und der Universität Tel Aviv berichten. Demnach beeinträchtigt ein Mangel an Schlaf die Fähigkeit der Nervenzellen, visuelle Eindrücke in bewusste Gedanken und Reaktionen zu übersetzen.

Schlafmangel beeinträchtigt die Informationsverarbeitung im Gehirn

Im Rahmen einer Hirnstudie wurde die Gehirnaktivität von zwölf Epileptikern beobachtet. Unter Schlafmangel sollten die Studienteilnehmer visuelle Aufgaben lösen. Dabei zeigte sich: Je müder die Patienten mit der Zeit wurden, desto schlechter fiel die Informationsverarbeitung und -weiterleitung der Gehirnzellen aus. „Im Gegensatz zur gewohnt raschen Reaktion antworteten die Nervenzellen langsamer, feuerten schwächer und die Übertragung zog sich länger hin als üblich“, erläutert Studienautor Dr. Yuval Nir. Die Ergebnisse sind laut den Forschern auf Nicht-Epileptiker übertragbar.

Müdigkeit am Steuer ähnlich gefährlich wie Trunkenheit

Während die meisten Gehirnregionen weiterhin auf normalem Niveau arbeiteten, zeigte sich in bestimmten Arealen bei zunehmender Müdigkeit eine schlafähnliche Gehirnaktivität. Die Studienautoren warnen, dass dies ein Sicherheitsrisiko vergleichbar mit dem von Alkoholkonsum bedeuten könne – zum Beispiel im Straßenverkehr.

Quelle: UCLA Health

News

Ketamin als Stimmungsaufheller?
Ketamin als Stimmungsaufheller?

Kein Langzeiteffekt

Depressionen sind manchmal schwer zu behandeln. Große Hoffnungen wurden auf die Infusion von Ketamin gesetzt. Nun zeigt sich aber, dass diese Behandlung wahrscheinlich keinen Langzeiteffekt hat.   mehr

Antidiabetika schützen das Herz
Antidiabetika schützen das Herz

Verringertes Infarktrisiko

Menschen mit einem Typ-2-Diabetes haben ein erhöhtes Risiko, an einem Schlaganfall oder einem Herzinfarkt zu versterben – auch bei guter Stoffwechselkontrolle. Einige Antidiabetika scheinen die Gefahr dafür jedoch zu verringern.   mehr

Teenager gegen Meningokokken impfen
Teenager gegen Meningokokken impfen

Weil sie besonders gefährdet sind

Neben Säuglingen sind vor allem Jugendliche gefährdet, sich mit Meningokokken zu infizieren. Deshalb hat die STIKO jetzt ihre Impfempfehlungen aktualisiert: Alle 12- bis 14-Jährigen sollen die Meningokokkenimpfung erhalten, unabhängig davon, ob sie schon vorher dagegen geimpft worden sind.   mehr

Auf Borstenhygiene achten
Auf Borstenhygiene achten

Keimfalle Zahnbürste

Regelmäßiges Zähneputzen soll Zahnfleisch und Zähne eigentlich gesund halten. Doch achtet man dabei nicht auf die Hygiene, wird die Zahnbürste zur Keimschleuder.   mehr

Wetterfühlige Knochen gibt’s nicht
Wetterfühlige Knochen gibt’s nicht

Mythos entkräftet

Bei feuchtem Wetter wird das Rheuma schlimmer – das hat schon die Großmutter gewusst. Und auch heutzutage klagen darüber viele Menschen, die an Erkrankungen von Knochen, Muskeln oder Gelenken leiden. Doch laut einer aktuellen Untersuchung gehören wetterfühlige Knochen ins Land der Phantasie - bis auf eine Ausnahme.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Apotheke am Bayrischen Platz
Inhaber Michael Schwalbe
Telefon 0341/2 11 85 35
E-Mail apo.bayr.platz@gmx.de